Warum Messwerte ungenau sein können
In den ersten 24 Stunden nach dem Anbringen eines CGM-Sensors können die Glukosewerte von denen Ihres Fingerstichtests (BGM) abweichen. Das ist völlig normal.
Die Hauptgründe sind:
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Immunantwort des Körpers
Beim Einsetzen des Sensors reagiert der Körper mit einer leichten Immunabwehr. Das umliegende Gewebe braucht Zeit, um sich an den Sensor zu „gewöhnen“, was die Messwerte in den ersten 24 Stunden weniger stabil machen kann. -
Verzögerung zwischen Gewebeflüssigkeit und Blut
CGM misst den Glukosewert in der Gewebeflüssigkeit, nicht direkt im Blut. Veränderungen der Glukosewerte in der Gewebeflüssigkeit hinken dem Blutzucker in der Regel um 5–15 Minuten hinterher. Diese Lücke wird bei schnellen Glukoseänderungen deutlicher.
Seien Sie also nicht beunruhigt, wenn Ihr CGM am ersten Tag weniger genau erscheint – das ist Teil der normalen Anpassungsphase.




Weitere Einflussfaktoren
Abgesehen von der anfänglichen Anpassungsphase können verschiedene äußere Faktoren die Genauigkeit von CGM oder BGM beeinflussen:
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Handhygiene
Wenn Ihre Finger bei der Messung Öl, Zucker oder Speisereste aufweisen, können BGM-Ergebnisse zu hoch oder zu niedrig erscheinen.
Richtiges Vorgehen: Waschen Sie Ihre Hände mit Seife und Wasser und trocknen Sie sie gründlich ab, bevor Sie testen. -
Druck auf den Sensor
Druck auf den Sensor (z. B. beim Schlafen auf dem Sensor) kann zu „falsch niedrigen“ Werten führen. Nachdem der Druck entfernt wurde, normalisieren sich die Werte in der Regel wieder. -
Probleme mit Teststreifen
Abgelaufene oder unsachgemäß gelagerte BGM-Teststreifen (z. B. Feuchtigkeit, falsche Temperatur) können zu ungenauen Ergebnissen führen. -
Qualität der Probenentnahme
Eine unzureichende Blutprobe oder eine schlechte Technik kann abnormale BGM-Werte verursachen, was sich wiederum auf die Kalibrierung auswirken kann.


Wann sollte kalibriert werden
Geben Sie immer Ihrem eigenen Körpergefühl den Vorrang.
Wenn sich Ihr Körper sehr anders anfühlt als es die CGM-App anzeigt, überprüfen Sie mit einem Fingerstichtest und nutzen Sie bei Bedarf die Kalibrierungsfunktion.
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Normaler Toleranzbereich
Eine Abweichung von bis zu ±20 mg/dl (≈ 1,1 mmol/l) zwischen CGM und BGM gilt als normal. -
Wann eine Kalibrierung nötig ist
Wenn die Abweichung größer ist und anhält, überprüfen Sie den Sensorstatus und kalibrieren Sie.
✅ Beste Zeitpunkte für die Kalibrierung
Die Kalibrierung funktioniert am besten, wenn der Glukosespiegel relativ stabil ist, zum Beispiel:
- Nüchtern
- Nach dem Aufwachen am Morgen
- Vor dem Schlafengehen


❌ Zeitpunkte, zu denen Sie keine Kalibrierung durchführen sollten
Vermeiden Sie die Kalibrierung, wenn der Glukosespiegel sich schnell ändert, da dies den CGM-Algorithmus „in die Irre führen“ und Fehler erhöhen kann. Kalibrieren Sie nicht:
- Innerhalb einer Stunde nach einer Mahlzeit
- Unmittelbar nach dem Sport
- Direkt nach der Insulininjektion
